
Cholesterin
Lange Zeit wurde das Cholesterin als Risikofaktor eins für Erkrankungen der Blutgefässe und für den Herzinfarkt angeschwärzt. Heute ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Cholesterinspiegel alleine nichts darüber aussagt, ob jemand gesundheitlich gefährdet ist.
Ein überhöhter Cholesterinspiegel entsteht, wenn der Fettstoffwechsel im Körper gestört ist.
Es ist wenig bekannt, dass Cholesterin nicht nur über die Nahrung zugeführt wird, sondern von unserer Leber selbst produziert wird. Cholesterin ist für unseren Organismus lebenswichtig.
Es ist ein Baustoff für die körpereigene Herstellung von Vitamin D, ist beteiligt an der Bildung von Gallensäuren und Hormonen und unterstützt den Aufbau und Erhalt von Körperzellen. Kommt über die Nahrung Cholesterin von aussen dazu, wird beim gesunden Menschen die körpereigene Produktion reduziert. Wenn dieser Fettstoffwechsel gestört ist, lagert sich zuviel Cholesterin an den Zellwänden ab.
Der Cholesterinwert im Blut ist etwas sehr Individuelles. Der Wert wird bestimmt von Alter, Geschlecht, Ernährung, Bewegungshäufigkeit –und Intensität sowie von andern Belastungen.
Auch Erbfaktoren spielen eine Rolle. Als Durchschnittswert gelten 5,2 Milimol pro Liter. Abweichungen nach unten oder oben sind bei einem gesunden Menschen nicht unbedingt Grund zur Sorge. Ernst zu nehmen ist ein erhöhter Cholesterinspiegel bei vorbestehenden Herz- Kreislauf- Krankheiten, Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck. Ungünstig wirkt sich zuviel Cholesterin auch bei anhaltendem Bewegungsmangel oder Stress aus..
Vorbeugend und unterstützend hilft eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung. Dauernder Bewegungsmangel und Stress sind ungesund uns sollten ein Grund sein, die eigenen Lebensgewohnheiten zu überprüfen. Dabei muss nicht alles von Grund auf den Kopf gestellt werden. Am wirksamsten sind die kleinen, aber dauerhaften Veränderungen.
Auch bei der Ernährung geht es nicht darum, auf alles zu verzichten. Studien über Eier
zum Beispiel haben ergeben, dass sie das Risiko von koronaren Herzkrankheiten kaum beeinflussen. In Eiern kommen sogar Substanzen vor, die unsere Blutgefässe schützen. Auch auf Fleisch und Fett liegen ab und zu drin. Wichtig ist vor allem, dass genügend Gemüse und Früchte auf dem Speisezettel stehen, dass Nahrungsmittel schonend zubereitet werden und dass Fette nicht überhitzt werden. Bei Teigwaren lohnt es sich , ab und zu solche aus Vollkornmehl zu gebrauchen. Eine solche Ernährung sorgt für die nötigen Ballaststoffe im Darm. Diese sorgen dafür, dass das mit der Nahrung aufgenommene, überschüssige Cholesterin abtransportiert wird,
bevor es in unseren Gefässen Schaden anrichtet und unterstützen damit einen gesunden Fettsoffwechsel in unserem Körper.